VN 1500 / 1600 Motorschaden

  • Hallo.





    ich bin zwar stolzer Besitzer einer VN1500 Drifter, aber leider läuft
    sie seit letztem Jahr nicht mehr. Stand leider länger und lief nur ab und
    an im Stand. Viel zu wenig gefahren.





    Dachte erst die Batterie ware nach dem Winter platt, aber selbst mit
    neuer Batterie und Autobatterie zusätzlich macht der Motor keinen Muchs.
    Also entweder fest oder bestenfalls Anlassersicherung durch.





    Wie kann ich testen ob der Motor fest ist? Falls nicht, wie
    vermeidet man, dass der evtl. vorhandene Rost dem Motor den Rest gibt?
    Falls doch fest, wer kann mir sagen, wo ich den Motor Instand setzen
    lassen kann hier in Frankfurt/Main und Umgebung??
    Grüße,
    Harald

  • Warum fragst du nicht bei Helbing NACH..
    Für mich der einzige der die Motoren in und auswendig kennt.
    Gruss aus dem vogtland
    Achim
    Von meinem handy

  • Moin moin,


    Helbing1 ist bis auf weiteres abwesend (Siehe Board)



    Viele Grüße
    westkall


    Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann






    smiley256.gif





    VROC Number: 38423




  • Zündkerzen raus, 1 Gangrein und schieben.
    Kupplung NICHT ziehen.
    Funktioniert das ist der nicht fest.

  • moin,

    habs weitergeleitet, da er hier nur selten da ist.

    ifse4i6j.jpg


    Immer eine gute Idee = Niedersachsen = Gauden Dag !

    Mitglied seit 7.10.06 - Vulcanier seit dem 6.4.07 VROC = 22457


    R.i.P. Der Graf 31.5.14 Chris 25.8.15 Matten 1.1.16 Rudi 2.3.18

  • Hallo,


    ich schreibe hier mal, da ich hoffe, der gute helbing1 bzw. Andreas liest hier mit oder jemand kann mir behilflich sein, den Kontakt herzustellen. Mein Problem:


    Ich habe von meinem Schwiegervater eine 2005er VN 1600 Mean Streak mit knapp 100.000 Kilometern übernommen. Das klingt zwar viel, aber das gute Stück ist in einem Zustand, das checkheftgepflegt schon fast eine Beleidigung wäre. Optisch wie technisch war die Maschine bis vor kurzem nahezu makelos. Dann fing sie an, minimal Kühlwasser zu verlieren. Mengenmäßig soviel, das nach etwa einer Tankfüllung auch der Kühlwasserausgleichsbehälter aufgefüllt werden musste. Da sich äußerlich keine Leckage erkennen ließ, wurde die Maschine zu der Kawasaki-Vertragswerkstatt gebracht, die ihn schon all die Jahre ztuvor gut betreut hat, um dort Ursachen des Wasserverlusts weiter zu ergründen. Bis zu diesem Moment lief der Motor ab Anlassen wie ein Uhrwerk und pendelte sich etwa bei 900-950 U/min LL-Drehzahl ein. Die Fachwerkstatt hat dann den Motor ausgebaut, einzelne Bereiche zerlegt und dann abgedrückt. Dabei wurde wohl festgestellt, das die Abdichtung der Wasserpumpe motorseitig leicht undicht sei. Da mein Schwiegervater sich noch einmal einen Traum in Form einer BMW R18 erfüllen wollte, bat er den Händler, die Maschine wieder zusammen zu bauen, um sie noch bis zur Auslieferung des neuen Motorrads mit dem minimalen Wasserverlust fahren zu können.

    Beim Wiederzusammenbau muss dann irgendwie der Montagsschrauber zum zug gekommen sein - es wurden unter dem Tank Teile des Rahmens bis aufs blanke Metall zerkratzt, Kabel lose über die Zylinder gelegt, Schellen an der Abgasanlage weggelassen, andere nicht angezogen, Sensoren nur lose montiert, Gaszüge locker eingebaumelt und Entlüftungsschläuche abgeschnitten statt sie ordentlich nach unten zu verlegen. Als Resultat läuft die Maschine seitdem wie ein Sack Nüsse, mit Leerlaufdrehzahlen von 500-2000. Leider war mein Schwiegervater so gutgläubig oder naiv, die Maschine beim Händler (wie schon geschrieben - er war schon seit Kauf vor 15 Jahren regelmäßiger Kunde dort) ungesehen und ohne Probefahrt entgegenzunehmen, auf einen Hänger zu verladen und nach Hause zu bringen. Dort stellte sich dann das ganze geschilderte heraus - und der Händler - mit der Situation konfrontiert - verwies schroff darauf, dass es wohl schwer werde zu beweisen, dass die Maschine vor Demontage fehlerfrei lief.

    Damit endete bei meinem Schwiegervater das Kapitel VN 1600 und beginnt bei mir. Ich möchte dieses wirklich schöne Motorrad gerne wieder auf den Asphalt bringen und bin bei erster Internetrecherche auf dieses Forum und den helbing1 als VN-Motorenpapst in meiner Nähe gestoßen. Da für das Auswechseln des motorseitigen Simmerings hinter der Welle der Wasserpumpe - sofern dieser denn wirklich defekt ist - ein komplettes Zerlegen des Motors notwendig ist, würde ich diesen gerne komplett prüfen und wo notwendig und sinnvoll revisionieren lassen. Um mich nicht irgendwann im Thread "selbst verursachte Motorschäden" wiederzufinden bitte ich euch um Hilfe zur Kontaktaufnahme. Meine Mailadresse hierfür lautet: meanstreak@leburn.de


    Gruß

    Christoph

  • Moin Christoph,


    Ich habe versucht den Andreas mal zu erreichen, er hat sich in letzter Zeit nur recht rar gemacht.

    Wenn er sich zurück meldet gebe ich deine Daten weiter.

    Gruß Jens

    Wer keine alten Leute kennt, verzichtet auf eine Menge Spaß.


    Freddie Mercury

  • Hallo und danke Jens.


    Inzwischen bin ich ein kleines Stück weiter - ich habe momentan noch nicht die Zeit, mich der Maschine zu widmen, habe aber mit meinem Schwiegervater mal einen kurzen "Vor-Ort-Termin" arrangieren können. Hier nochmal weitere Infos - ich schreibe mal ganz naiv und ausführlich, da ich 1. Das Moped noch nicht wirklich gut kenne und 2. natürlich momentan nur eine Seite der Geschichte kenne:


    Also - der Motor hat im Betrieb ein wenig Kühlmittel verbraucht und wurde vom Kawa-Händler geprüft. Dann wurde der Motor teilzerlegt und die Dichtung zwischen WaPu und Lager erneuert. Dann wurde der Motor und die Anbauteile wieder montiert und dabei wurde einiges zusammengepfuscht. Schwiegervater hat fehlende Schrauben/Schellen der Abgasanlage ergänzt, den Kabelbaum der Tankelektrik wieder richtig geführt (der lag auf dem hinteren Zylinder auf) und die Gaszüge sowie zwei Sensoren befestigt.


    Das Problem aktuell: der Leerlauf, der eigentlich (bei warmem Motor) immer so um die 900-950 U/min lag, liegt jetzt knapp über 500 Touren, also kurz vor absterben. Tickt man auch nur minimal gegen die Leerlaufschraube an der Seite (an drehen ist gar nicht zu denken - mit dem Finger gegenschnippen reicht schon), geht die Drehzahl bis auf fast 2000 U/min hoch. Dazwischen ist nichts zu holen - eine Justierung ist nicht (mehr) möglich.


    Hat jemand eine Idee bzgl. der Leerlaufeinstellung?


    Gruß

    Christoph

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von LeBurn ()

  • Die von dir genannte "Leerlaufeinstellung" ist nur eine Standgas-Anhebung und wird benutzt wenn das Moped noch kalt ist.

    Die Mean Streak hat eine Einspritzanlage und keinen Vergaser. Somit denke ich dürfte es ein Problem dieser sein.

    Also irgendewas mit Drosselklappen, Sensor oder ähnliches, genau kenne ich mich damit leider auch nicht aus.

  • Moin,

    der Leerlaufbowdenzug reguliert die Ruhestellung vom Gasgriff (natürlich nicht am Gasgriff selbst).

    Schau nach ob er frei liegt und sauber eingehangen ist. Und ob die Gaszüge auch korrekt verlegt sind.

    Die Drosselklappeneinheit muß nicht ausgebaut werden, solltest auch so ganz gut rankommen.



    Gruß Regenheizer
    VROC 25243
    (erstes Registrierungsdatum 22.8.2006)

    vn_pa_1_1.jpg

    Ich sehe Licht am Ende des Tunnel's.....hoffentlich ist es kein Zug.

  • Hallo. Danke für die Tips. Die Maschine steht jetzt erstmal eingemottet im Winterquartier. Wenn ich wieder vor Ort bin, werden wir uns mal der Drosselklappe und der Verlegung der Seilzüge zum Gasgriff und zu diesem Verstellknopf widmen. Momentan lässt sich da nur eine LL-Drehzahl von knapp über 500 oder sprunghaft fast 2000 einstellen. Dazwischen geht nichts (mehr).

  • Klingt, als wenn da irgendwas klemmt. :/

    Gruß Regenheizer
    VROC 25243
    (erstes Registrierungsdatum 22.8.2006)

    vn_pa_1_1.jpg

    Ich sehe Licht am Ende des Tunnel's.....hoffentlich ist es kein Zug.

  • Moin,

    Der Leerlauf wird durch die beiden Leerlaufventile geregelt. Dies weil in diesem Zustand die Klappe geschlossen ist. Die beiden Ventile sind quasi Beipassventile. Die beiden Ventile sitzen unter dem Rechten Lüfterdeckel.

    Bei Betrieb kleckern Sie leicht.

    Gottes Freunde und aller Welt Feinde



    Schriftführer / Stellvertretender Ansprechpartner


    Gruß manni
    VROC 30583

  • Die beiden Ventile sind die ISC Ventile. Sie werden elektronisch angesteuert, nicht mechanisch. Die Boardelektronik fragt sie aber nicht ab.

    Gottes Freunde und aller Welt Feinde



    Schriftführer / Stellvertretender Ansprechpartner


    Gruß manni
    VROC 30583

  • Hi Manni,


    danke für die Infos, aber ich kann da momentan nichts mit anfangen. Wie gesagt - für mich ist die Maschine noch Neuland und ich kann nur die Schilderungen meines Schwiegwrvaters wiedergeben, der sie 15 Jahre und fast 100.000 Kilometer ohne jeden Zwischenfall gefahren ist: Bis zum Teilzerlegen durch eine Kawasaki Fachwerkstatt zwecks Tausch der mechanischen Dichtung zwischen Wapu und Lager lief der Motor mit Leerlauf von ~900 U/min +/- und ließ sich sehr fein über diese Schraube an der Seite justieren.

    Nach Werkstattbesuch hängt er kalt wie betriebswarm bei 500-600 U/min und diese Schraube scheint festzuhängen. Tickt man nur leicht dagegen, springt die DZ auf fast 2000 U/min.


    Da beim Zusammenbau sehr viel zusammengepfuscht wurde, würde es mich micht wundern, wenn da was falsch montiert oder festgeklemmt wurde. Sobald ich dazu komme daran zu schrauben (vermutlich erst Anfang 2021), werde ich hier genauere Details posten.

  • Hallo,

    Stand da nicht Facheerkstatt?

    Ooompf.... ohne Worte


    Ja - ich will mich dazu hier aber nicht weiter auslassen und anderer Leute schmutzige Wäsche waschen. Schwiegervater war 15 Jahre lang zufriedener Kunde dort und im Netz bekommen die auch fast durchweg gute Kritiken. Dieses eine Mal scheint dann aber der Lehrling mit den zwei linken Händen und 10 Daumen mit dem Zusammenbau beauftragt worden zu sein. Das der Chef sich dann im klärenden Gespräch vor seine Leute stellt, kann ich in Teilen auch noch nachvollziehen. Letztlich würde ich den Motor nach fast 100.000 Kilometern dann gerne von jemandem begutachten und wo nötig verschleißbedingt überholen lassen. Die Kawa-Werkstatt ist aus genannten Gründen aber nicht mehr dieser "jemand"....

  • Hi,


    Kurzes Update: habe heute den Tank demontiert und mir die Seilzüge angeschaut. Die Leerlaufschraube dreht (eigentlich) frei, aber die Drosselklappen hängen auf den letzten Milimetern. Ursache ist ein aufgefranster Bowdenzug zum Gashebel. Dieser sah demontiert so aus, als wurde dieser gequetscht und mit etwas scharfkantigem angefasst.


    Ich werde nun morgen selbst mal mit der Werkstatt telefonieren, da die das ja alles zuletzt demontiert hatten.


    Gibt es Empfehlungen bzgl. Gaszüge? Original? Zubehör? Stahlflex?

    Die originalen haben jetzt 15 Jahre und fast 100.000km gehalten - würde die wieder nehmen.


    Gruß und ein schönes Wochenende

    Christoph

  • Mann oh Mann, was Du da mitmachst .... klingt ja wirklich Scheiße. Da kann man jegliches Vertauen in Werkstätten verlieren. Ich weiß schon warum ich möglichst alles selber mache.

    Zu Deinen Zügen:

    Wenn Du schon tauschen mußt, nimm Stahlflex ..... sieht irgendwie besser aus. ;) Hatte ich auch gemacht nachdem mein Zug gebrochen war.

    Gruß Regenheizer
    VROC 25243
    (erstes Registrierungsdatum 22.8.2006)

    vn_pa_1_1.jpg

    Ich sehe Licht am Ende des Tunnel's.....hoffentlich ist es kein Zug.

  • Hallo,


    ja, bei Stahlflex bin ich jetzt auch gelandet - von den originalen (und alternativ auch von der VZ 1600er Suzi) ist nur noch die Schließerzug zu bekommen. Der Öffner ist nicht (mehr) erhältlich.

    Hab die Stahlflexzüge für ~70,-€/Zug gefunden. Ist das preislich ok?


    Gruß

    Christoph